Endlich am Mittelmeer...

Wir haben es geschafft, die slowenischen Alpen liegen hinter uns. Seit ein paar Tagen genießen wir Istrien und die kroatische Sonne. Hinter Kärnten sind wir vom Alpe-Adria-Trail, der uns entspannt durch Italien bergab ans Meer geführt hätte, abgebogen Richtung Slowenien. Hier wurde es mit dem Vrsic-Pass nochmal richtig alpin. Das war wahrscheinlich auch der Grund, weshalb außer uns fast nur Rennradfahrer hier unterwegs waren... Doch nach 4 1/2 Stunden Kletterpartie hatten auch wir es auf den Pass geschafft und wurden mit traumhafter Bergkulisse und einer fantastischen Abfahrt belohnt.  Das Flusstal der kristallklaren und leider ebenso kalten Soca begleitete uns die nächsten Tage. Wir wurden übermütig und entschieden uns immer mal wieder gegen die Asphaltstraße und für die landschaftlich attraktiveren Mountainbike-Trails entlang des Flussufers, zumindest bis wir an eine Treppe kamen, die ca. 100 Meter bergab führte. Fahrräder abladen, alles einzeln nach unten tragen, über eine wackelige Hängebrücke manövrieren, und auf der anderen Seite wieder alles retour, nur diesmal 100 Meter bergauf. Das Ganze hat uns 2 Stunden gekostet, seitdem lieben wir die asphaltierten slowenischen "Fahrrad-Autobahnen". Slowenien hat uns insgesamt unheimlich gut gefallen, wir kommen bestimmt wieder. Aber erstmal zog es uns weiter Richtung Adria. Der erste Blick aufs Mittelmeer war ein toller Moment und wird uns lange in Erinnerung bleiben. Mit Triest hatten wir dann nach gut drei Wochen unser erstes Etappenziel erreicht. Hier verbrachten wir einen schönen Abend mit Lauras Bruder Simon und seiner Freundin Aga, die auf der Rückreise ihrer Kroatientour waren und die wir schon 10 Tage vorher in Österreich getroffen hatten. Nachdem die mitgeführte (und noch auf ihren ersten Einsatz wartende..) Hängematte noch in Österreich als überflüssig aussortiert worden war, hat sie in Triest wieder den Weg zurück in unsere Fahrradtaschen gefunden. Praktisch, wenn ab und zu Freunde und Familie mit motorisierten Fahrzeugen vorbeischauen! Von Triest aus ging es weiter Richtung Süden, über Viadukte und durch viele sehr, sehr dunkle Tunnel immer der alten Trasse der Parenzana-Bahn folgend. In Rovinj trafen wir anschließend Christinas Eltern, um gemeinsam Christinas Geburtstag zu feiern und ein paar entspannte Tage zu verbringen. Nun geht es weiter die Küste runter, mal schauen wie gut das mit dem "Inselhopping" mit unseren Rädern klappen wird.

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Comments: 4
  • #1

    Simon (Sunday, 27 August 2017 17:05)

    Was für ein toller Beitrag! Hätte ihn nicht besser schreiben können �

  • #2

    Vianney (Sunday, 27 August 2017 18:28)

    Super, dass ihr diesen Blog schreibt. Die Reise klingt bisher sehr schön und die Bilder sind der Hammer. Lasst es euch weiterhin gut gehen!
    Zwischenzeitlich habe ich alte Postkarten und Briefe gefunden, die mich in Australien erreicht hatten. Zum Kringeln, liebe Lauri! Besonders schön diverse Postkarten, die du vergessen hast, im Urlaub abzuschicken. Eine aus Frankreich enthält die Zubereitungsbeschreibung für Tütensuppe :-) Ich hoffe, eure Verpflegung hat heute mehr zu bieten.
    Ganz liebe Grüße

  • #3

    Resi (Wednesday, 30 August 2017 21:35)

    Die Bilder sehen fantastisch aus!!!!
    Und durch euren Blog ist es fast als wär man selbst dabei! Halt nur mit schoki essen statt Berge hinauffahren, TOLL!:-)
    Allerliebste Grüße ihr zwei!
    Ich bin totaler Fan von eurem Blog!

  • #4

    Claudia und Markus (Thursday, 07 September 2017 09:16)

    Grandios! Super Text und schöne Bilder. Passt auf euch auf...Grüße aus Dortmund �